In verschiedenen Gemeinschaftsunterkünften in Esslingen sind Menschen aus aller Welt untergebracht, wie zum Beispiel im Containerdorf in der Fleischmannstraße. Die Meisten von ihnen sind seit mehr als zwei Jahren in Esslingen und haben hier inzwischen Schulen besucht und gute Deutschkenntnisse erworben. Viele arbeiten für uns, haben einen Ausbildungs- oder Studienplatz gefunden.

Ehren- und Hauptamtliche unterschiedlicher Initiativen, Organisationen, Vereine etc. begleiten aufmerksam die erfolgreiche Integration der geflüchteten Menschen in Esslingen. Wir freuen uns gemeinsam über jeden kleinen Schritt. Hier treffen Menschen verschiedener „Welten" und Kulturen aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie ähnliche Ziele haben und Wünsche und Hoffnungen hegen. Menschen mit unterschiedlichen Biografien, Schicksalen, Geschichten und Einstellungen begegnen sich, lernen sich kennen, schätzen und bauen Beziehungen zueinander auf. Zunehmend erhalten die geflüchteten Männer, Frauen und Kinder jedoch ablehnende Asylbescheide. Dies ist für die geflüchteten Menschen sehr deprimierend und für die ehrenamtlichen Begleiter*innen und Freunde unverständlich.

Die Angst, aus Esslingen abgeschoben zu werden, stürzt die geflüchteten Menschen meist in eine erneute Krise, die sich auch lähmend auf ihre Integrationsaktivitäten auswirkt. MITEINANDER möchten wir in der Aktionswoche Bleiberecht auf das Thema aufmerksam machen und dieses in der Esslinger Gesellschaft diskutieren. Wir freuen uns über die zahlreiche Beteiligung der unterschiedlichen Vereine, Institutionen, Kirchen und Organisationen Esslingens, die durch ihre Teilnahme an der Aktionswoche ein Zeichen setzen möchten und sich für geflüchtete Menschen in unserer Gesellschaft stark machen, denn kein Mensch ist illegal!